Notfall- und Traumapädagogik Modulfortbildung

Die Zahl der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die durch Krieg, Flucht, Gewalt oder andere belastende Ereignisse traumatische Erfahrungen machen, ist hoch. Notfallpädagogik setzt früh an, um seelische Stabilisierung zu ermöglichen, Belastungsfolgen zu mildern und vorhandene Selbstheilungskräfte zu stärken.

 

Die Modulfortbildung bietet pädagogisch, therapeutisch und medizinisch tätigen Menschen sowie weiteren Interessierten eine fundierte Möglichkeit, sich im Bereich der Notfall- und Traumapädagogik weiterzubilden. Sie vermittelt Kompetenzen im Umgang mit belasteten Personen, in der Traumaprävention sowie in notfallpädagogischen Kriseninterventionen.

Die Fortbildung umfasst zwölf Module, die je nach individuellem Bedarf einzeln oder als gesamter Bildungsgang besucht werden können. Modul 1 und 2 bilden die Grundlage, die weiteren Module sind anschließend frei kombinierbar. Grundlage ist ein international abgestimmtes Curriculum, das eine Teilnahme auch in verschiedenen Ländern ermöglicht.

 

Die Modulfortbildung wird in enger Kooperation mit Notfallpädagogik ohne Grenzen e. V. sowie HOCH Health Ostschweiz, Zentrum für Integrative Medizin durchgeführt. Jedes Modul wird separat ausgeschrieben, und für die Teilnahme wird eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt.

Einblicke in die Fortbildung

Eindrücke aus Workshops, praktischen Übungen und gemeinsamen Lernprozessen geben einen Einblick in die Arbeitsweise der Modulfortbildung. Praxis, Selbsterfahrung und fachlicher Austausch bilden dabei eine zentrale Grundlage.

Fachliche Begleitung

Die Modulfortbildung wird in vielen Modulen durch den international tätigen Sonderpädagogen und Begründer der Notfallpädagogik, Bernd Ruf, als Gastreferenten begleitet.
Seine langjährige Erfahrung aus weltweiten Einsätzen und seine fundierte fachliche Perspektive bereichern die Fortbildung in besonderer Weise und verbinden theoretische Grundlagen mit praxisnahen Einblicken.

Eckdaten der Modulfortbildung

Die Modulfortbildung umfasst insgesamt zwölf Module und kann je nach individuellem Interesse vollständig oder teilweise besucht werden. Modul 1 und 2 bilden die inhaltliche Grundlage, die weiteren Module können anschliessend in beliebiger Reihenfolge belegt werden.

 

Ort
St. Gallen – HOCH Health Ostschweiz, Zentrum für Integrative Medizin, Greithstrasse 20/ Haus 33A, Raum 014

 

Kosten
CHF 300.-  pro Modul (inklusive Pausenverpflegung und Teilnahmebestätigung)

CHF 350.- Modul 9 – Sicherheitstraining (inklusive Pausenverpflegung und Teilnahmebestätigung) 

 

Abschluss
Für jedes besuchte Modul wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Zeitlicher Ablauf


Der zeitliche Rahmen der Module ist einheitlich gestaltet und ermöglicht eine kontinuierliche inhaltliche Vertiefung.

Freitag
18:00 Uhr Begrüssung und gemeinsamer Seminarbeginn
18:30 – 19:30 Uhr Theorie oder Workshop
19:30 – 20:00 Uhr Abschlusskreis
20:00 – 20:30 Uhr Pause
20:30 Uhr Raum für Projektarbeit
09:00 – 09:30 UhrGemeinsamer Tagesbeginn
09:30 – 11:00 UhrTheorie oder Workshop
11:00 – 11:30 UhrPause
11:30 – 13:00 UhrTheorie oder Workshop
13:00 – 14:30 UhrMittagspause
14:30 – 16:00 UhrTheorie oder Workshop
16:00 – 16:30 UhrPause
16:30 – 18:00 UhrTheorie oder Workshop
18:00 – 18:30 UhrGemeinsamer Tagesabschluss
09:00 – 09:30 UhrGemeinsamer Tagesbeginn
09:30 – 11:00 UhrTheorie oder Workshop
11:00 – 11:30 UhrPause
11:30 – 12:30 UhrReflexion
12:30 – 13:00 UhrGemeinsamer Tagesabschluss

Aktuelle Module

Modul 10 - Medizinische Notversorgung

Datum: 24.–26. April 2026

 

Themeninhalte Modul 10: 

  • Erste Hilfe Kurs und Training zur medizinischen Notversorgung

Datum: 12.–14. Juni 2026

 

Themeninhalte Modul 12: 

  • Reflexsionsarbeit / Abschluss

Datum: 14.–18. August 2026

 

 Themeninhalte Modul 9: 

  • Verhalten in Krisenregionen: Fortbewegung in Gefahrenzonen, Bestechung/Korruption, Checkpoints, Umgang mit Überwachung, Landminen, explosive Kriegsreste

  • Verhalten in spezifischen Krisensituationen: Brand, Erdbeben, Massenveranstaltungen/Krawallen, Beschuss, Bomben/Explosionen, Entführung

  • Sicherheitstraining

  • Reflexion/Evaluation

Datum: 04. – 06.09.2026

Themeninhalte Modul 1: 

  • Trauma und Menschenbild
  • Geschichte der Psychotraumatologie
  • Traumadefinitionen und Traumacharakterisierung
  • Traumaarten und -klassifikation
  • Physiologie der Traumatisierung
  • Grundbegriffe der Psychotraumatologie
  • Transgenerationale Traumatisierung
  • Spezielle Themen der Psychotraumatologie wie Gewalt, existentielle Bedrohung, Missbrauch
  • Traumaverlauf
  • Traumatherapie
  • Reflexion / Evaluation

Datum: 06. – 08.11.2026

Themeninhalte Modul 2: 

  • Trauma und Entwicklung
  • Pränatale Traumatisierung
  • Traumatisierung im ersten Lebensjahrsiebt
  • Traumatisierung im zweiten Lebensjahrsiebt
  • Traumatisierung im dritten Lebensjahrsiebt
  • Reflexion / Evaluation

Datum: 08.01. – 10.01.2027

Themeninhalte Modul 3:

  • Trauma als Wunde
  • Trauma als Grenzerfahrung
  • Trauma als Nahtoderfahrung / Schwellenerfahrung
  • Begegnung mit dem «Schatten»
  • Paradoxe Schuld- und Schamgefühle
  • Trauma und Karma
  • Täterintrojekte: die Erregertheorie des Traumas
  • Spirituelle Dimensionen des sicheren Ortes
  • Die Bedeutung von Vergeben und Versöhnung bei der Traumaverarbeitung
  • Posttraumatisches Wachstum
  • Voom Roten Kreuz zum Rosenkreuz
  • Reflexion / Evaluation

Datum: 05. – 07.03.2027

Themeninhalte Modul 11:

  • Das Konzept der sekundären Traumatisierung
  • Folgen und Reaktionen auf Belastungen
  • Prävention
  • Interventionsmassnahmen im Einsatzfall
  • Nachsorge
  • Resilienzförderung und Ressourcenorientierung
  • Konzept der Achtsamkeit
  • Anti-Stressprogramm
  • Der Schulungsweg der Notfallpädagogen
  • Reflexion / Evaluation

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