Pädagogische Hilfe für Kinder
Hat sich Ihr Kind nach belastenden Erfahrungen verändert? Leidet es beispielsweise an Kopf- oder Bauchschmerzen, schläft schlecht, wirkt apathisch oder übermässig unruhig? Hat es Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren?
👉 Das können typische Reaktionen auf belastende Erlebnisse sein.
Notfall- und Traumapädagogik unterstützt Kinder dabei, belastende
Erfahrungen zu verarbeiten und wieder Stabilität zu finden.
Ziel ist es, die psychosoziale Stabilisierung zu fördern und langfristige
Belastungsfolgen zu mildern.
Dabei arbeiten wir mit pädagogischen Methoden wie:
- Malen
- Spielen
- Bewegung
- Gestalten mit Tonerde
- Singen




Die Notfall- und Traumapädagogik wird von pädagogischen und medizinisch-therapeutischen Fachkräften ausgeführt. Sie möchte Traumafolgestörungen entgegenwirken.
Unseren Namen «Notfallpädagogik» führen wir gemeinsam mit unseren Kollegen aus aller Welt. Er stammt aus Interventionen in Krisengebieten. Für unsere regionale Arbeit sollte er keine Hürde sein. Gerne können Sie unser Angebot wahrnehmen, wenn für ihr Kind Unterstützung im Alltag hilfreich ist.
Aktuelle Projekte
Angebot für Kinder zwischen 7 und 14 Jahren und für begleitende Eltern
Jeweils 4 Abende von 17:30 bis 19:00 Uhr
Die nächsten Termine werden demnächst hier veröffentlicht.
Ort: HOCH Health Ostschweiz
Kantonsspital St.Gallen
Zentrum für Integrative Medizin
Greithstrasse 20 / Haus 33
9007 St.Gallen
Kostenfrei. Anmeldung erforderlich.
Information und Anmeldung bei Mechthild Pellmann
+41 71 494 73 44 (Sprachbox)
Erfahrungen aus unserer Projektarbeit
Mutter mit zwei Kindern
„Liebe Frau Pellmann
Ich möchte Ihnen und Ihren Kollegen meinen herzlichen Dank aussprechen. Vielen Dank für Ihre Freundlichkeit, Unterstützung, freundliche Atmosphäre und Wärme, die von Ihnen ausgeht! Vielen Dank für die Zeit, in der meine Kinder und ich das Gefühl hatten, beschützt und nicht allein zu sein. Für den Lichtstrahl, den ihr gemeinsam den Menschen schenkt, die ihn wirklich brauchen. Vielen Dank für Ihre Freundlichkeit, die in jedem Wort und Blick spürbar ist. Ihr habt ein unglaubliches Team! Wir wünschen Ihnen nur Inspiration, Gesundheit für Sie und Ihre Familie, nur gute und freudige Ereignisse, Glück und Trost zu Hause! Lassen Sie nur das Beste zu Ihnen kommen und lassen Sie wahr werden, was Ihr Herz begehrt! Wir umarmen Sie. Mit herzlichen Grüssen … „
Unsere Einsätze
Krieg in Libanon





Im Libanon toben weiterhin Kämpfe. Der Süden des Landes, aber auch die Hauptstadt Beirut ist nach wie vor Ziel von Angriffen. Millionen von Menschen sind vertrieben worden oder leben in Behelfsunterkünften.
Raketenangriffe und Vertreibungen können nicht nur körperliche Wunden zur Folge haben, sondern auch eine starke und oft langanhaltende seelische Belastung.
Das Team von Notfallpädagogik ohne Grenzen Libanon engagiert sich sehr, um die Not der Kinder und Jugendlichen im Libanon zu lindern. Durch die Entsendung eines internationalen Notfallteams wurden diese Anstrengungen unterstützt. Dieses Team umfasste elf Notfallpädagoginnen und Notfallpädagogen aus verschiedenen Ländern; ein Teammitglied aus der Schweizer-Gruppe.
Zwischen dem 03. und 10. Mai 2026 konnten 16 Interventionen mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden. Mittels kreativ-künstlerischer Ausdrucksformen wurde ihnen ermöglicht, ihr Erlebtes nonverbal auszudrücken. Mit erlebnispädagogischen Übungen wurde versucht das Vertrauen in sich selbst, aber auch das Vertrauen zum anderen wiederherstellen. Lieder und Rhythmen sollten die durch den Schock zerstörten Rhythmen harmonisieren und Bewegungsangebote halfen, die durch das traumatische Ohnmachtserleben ausgelösten Lähmungen abzubauen.
Das Bestreben ist, die Kinder und Jugendlichen möglichst nachhaltig psychosozial zu stabilisieren. Um dies langfristig gewährleisten zu können, wurden während des Einsatzes im Libanon auch lokale Fachkräfte in notfallpädagogischen Theorien und Maßnahmen geschult und Elterngespräche und -beratungen wurden angeboten. Zudem fand ein öffentlicher Vortrag statt.
Wir alle hoffen, dass sich die Situation im Libanon bald beruhigt.
Für weitere Informationen über den Einsatz verweisen wir auf die Berichte unserer Dachorganisation Notfallpädagogik ohne Grenzen e.V.
Brandkatastrophe in Hongkong




Am 26. November 2025 kam es in Hongkong zu einer schweren Brandkatastrophe. Während Renovierungsarbeiten von Hochhäusern im Distrikt Tai Po brach ein Brand aus. Das Feuer breitete sich sehr schnell über die Bambusgerüste und die leicht entflammbaren Schutznetze aus. Sieben der acht 32-stöckigen Hochhäuser mit insgesamt etwa 2000 Wohnungen wurden von den Flammen erfasst. 168 Menschen starben und über 5000 Menschen wurden obdachlos.
Das neunköpfige internationale Team von Notfallpädagogik ohne Grenzen führte vom 28. Januar bis zum 02. Februar 2026 an verschiedenen Orten in Hongkong notfallpädagogische Kriseninterventionen durch. Die Aufgabe bestand darin, traumatische Erfahrungen bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mithilfe von notfallpädagogischen Methoden und Werkzeugen zu lindern. Es umfasste ausserdem die Ausbildung und Weiterbildung lokaler Fachkräfte als Multiplikatoren für die Fortsetzung der Arbeit.
Nadja Bürge, als Vertreterin der Notfallpädagogik ohne Grenzen Schweiz, war Teil dieses internationalen Teams. Bewegungsförderung, Singen, Tanzen, aber auch künstlerische Aktivitäten wurden an 12 dreistündigen Interventionen durchgeführt, um Blockaden und Erstarrungen zu lösen und die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Etwa 1000 Menschen aus Hongkong nahmen an den Veranstaltungen teil.
Über den Einsatz verweisen wir auf die Berichte unserer Dachorganisation Notfallpädagogik ohne Grenzen e.V.
Amoklauf an Grazer Schule
Am 10. Juni 2025 ereignete sich am Bundesoberrealgymnasium (BORG) in Graz ein Amoklauf. Ein ehemaliger 21-jähriger Schüler des Gymnasiums tötete 11 Jugendliche und Lehrkräfte und richtete im Anschluss sich selbst.
Das Team der Notfallpädagogik ohne Grenzen konnte noch gleichentags eine notfallpädagogische Krisenintervention vor Ort beginnen. Aus unserer Schweizer-Gruppe beteiligten sich drei Teammitglieder am zweiten notfallpädagogischen Einsatz in Graz. Über den Einsatz verweisen wir auf die Berichte unserer Dachorganisation Notfallpädagogik ohne Grenzen e.V.
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